"Dürfen wir eigentlich..." – Zwischen Gewissensbissen und eigenen Wünschen

05/21/2018

Kaum jemand hat ihn in Fragen der Etikette noch nicht gehört, ob von Familienmitgliedern oder Freunden, den kleinen Satz: "Das gehört sich eben so." Manchmal vermag er es, uns selbsterklärende gesellschaftliche Koventionen vor Augen zu führen. In einigen Fällen kann er sein Gegenüber jedoch auch ratlos zurücklassen.  So stellt sich früher oder später jedem Brautpaar, welches seine eigene Hochzeit plant, die Frage, inwieweit sich eigene Wünsche und Vorstellungen bezüglich des großen Tages umsetzen lassen – ohne dabei beispielsweise jemandem auf die Füße zu treten. Wir beantworten die am häufigsten gestellten Fragen rund um Do's und Don'ts.

 

 

"Wen müssen wir einladen?"

 

Zunächst einmal sollten Sie sich bewusst machen, dass niemand Sie dazu zwingen kann, jemanden einzuladen, den Sie an Ihrem großen Tag nicht um sich haben möchten. Es bleibt Ihnen als Paar überlassen, wen Sie einladen möchten und wen nicht. Dennoch sollten Sie bedenken, dass es natürlich eher ungünstig ist, jemanden aus der eigenen Familie bei der Einladung zu übergehen. Fragen Sie sich, ob die Gründe dafür trifftig genug sind oder ob eine fehlende Einladung eher für neuen Konfliktstoff sorgen könnte. Wenn Ihr großer Tag nicht unter der Anwesenheit bestimmter Personen aus dem Familienkreis leidet, könnten Sie diese beispielsweise den Eltern oder der gesamten Familie zuliebe einladen. Außerdem ist es nicht Sinn der Sache, dass Sie Ihr schlechtes Gewissen quält, wenn Sie bestimmte Person bewusst nicht einladen. Möchten Sie jemanden an Ihrem großen Tag aus für Sie nachvollziehbaren Gründen unter keinen Umständen sehen und können dies mit Ihrem eigenen Gewissen vereinbaren, ist es jedoch Ihr gutes Recht, einzelne Personen nicht einzuladen.

 

Geht es Ihnen nicht um unliebsame Verwandte oder Bekannte, sondern um den finanziellen Aspekt, sollten Sie vorher Prioritäten setzen und sich fragen, in welchem Rahmen Sie heiraten und feiern möchten. Einladungen ausschließlich für die Trauung und einen Sektempfang vor der Kirche oder dem Standesamt zu versenden, ist weniger empfehlenswert. Schnell entsteht das Gefühl, ein Gast zweiter Wahl zu sein. Entscheiden Sie sich lieber für den informellen Weg: laden Sie beispielsweise Ihre Kollegen ungezwungen per WhatsApp ein und sorgen Sie für Sekt vor Ort. Eine weitere kostengünstigere Möglichkeit bietet darüber hinaus die Trennung von Festessen und Party. Speisen Sie nur mit den allerengsten Verwandten und Freunden und laden Sie für den Abend (oder für einen anderen Tag ganz nach Ihrem Belieben) zur Feier im großen Kreise ein.

"Dürfen wir Kinder ausladen?"

 

Wie bei der generellen Gästeliste für Ihre Hochzeit gilt: Ihr großer Tag, Ihre Vorstellungen. Aber Kinder allgemein

auszuschließen, ist ein heikles Unterfangen und kommt in den meisten Familien und Freundeskreisen nicht besonders gut an. Natürlich ist es verständlich, dass Sie befürchten, Kinder könnten je nachdem für etwas Unruhe sorgen, aber sie können auch eine wahre Bereicherung für jede Hochzeit sein. Dabei ist es wichtig, für kindgerechte Unterhaltung zu sorgen und beispielsweise eine Kinderbetreuung anzubieten, Spielekisten zu leihen oder bei ausreichendem Platz eine Hüpfburg zu mieten. Auf diesem Wege sind die Kleinen beschäftigt und keiner Ihrer Gäste muss absagen, weil sich daheim niemand um die Kinder kümmern kann. Können Sie sich dennoch keineswegs mit dem Gedanken anfreunden, bietet sich ein Kompromiss an: lassen Sie die Kinder an einem gemeinsamen Essen an Ihrem großen Tag teilhaben und feiern Sie abends nur mit Erwachsenen.

 

 

"Dürfen wir uns Geld wünschen?"

 

Natürlich dürfen Sie in Ihrer Einladung freundlich und zum Beispiel nett in einem Spruch verpackt anmerken, dass Sie sich Geld wünschen. Viele Paare leben bereits vor der Hochzeit zusammen und besitzen Hausratstechnisch schon alles, was das Herz begehrt, wodurch weitere Geschenke überflüssig werden. Die Eingeladenen freuen sich gewiss über den Wunsch nach Geld: Ihre Gäste sparen Zeit und müssen sich keine großen Gedanken über das ideale Geschenk machen, welches eventuell gefallen könnte, unter Umständen jedoch auch nicht.

 

"Dürfen wir unseren Gästen einen Dresscode vorschreiben?"

 

Wenn Sie Wert darauf legen, dass Ihre Gäste an dem Tag Ihrer Hochzeit dem Anlass entsprechend und nach Ihren Vorstellungen gekleidet sind, empfiehlt es sich, auf der Einladung einen Dresscode – zum Beispiel Smart Casual oder Cocktail – vorzuschreiben. Dabei fühlt sich garantiert niemand bevormundet. Im Gegenteil: den Gästen wird die Entscheidungsfindung bezüglich der Outfitfrage erleichtert und an Ihrem großen Tag erscheint niemand over- oder underdressed.

 

"Müssen wir die Kleider der Brautjungfern bezahlen?"

 

Es ist Ihnen selbst überlassen, ob Sie die Kleider der Brautjungfern bezahlen. Viele Brautjungfern möchten sich ohnehin lieber selbst ein Outfit zusammenstellen, in welchem sie sich persönlich wohlfühlen und das ihrem eigenen Geschmack entspricht. Natürlich können Sie mit Ihren Brautjungfern vorab bestimmte Farben vereinbaren, sollten dabei aber Verständnis dafür haben, dass präzise Wünsche nicht immer erfüllt werden können. Gleiches gilt für die Kleidung der Blumenkinder. Diesen schenkt das Brautpaar in der Regel passende Blumenkränze oder Blumencorsagen sowie die Streukörbchen.

 

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"Muss der Brautstrauß geworfen werden?"

 

Bei dem Werfen des Brautstraußes handelt es sich um einen Brauch und Bräuche sind immer optional.  Sind bei Ihrer Hochzeit viele Singles anwesend, bietet es sich jedoch an, den Brautstrauß zu werfen. Wer seinen eigenen Brautstrauß nicht abgeben möchte – zum Beispiel, um ausgewählte Blüten oder den ganzen Strauß zu trocknen – kann sich vom Floristen einen kleineren, günstigeren Wurfstrauß anfertigen lassen und diesen werfen. So kann der eigentliche Brautstrauß behalten werden.

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"Müssen wir Dankeskarten schreiben?"

 

Dankeskarten zu schreiben, kann zwar ein wenig Zeit in Anspruch nehmen, gehört aber zum guten Ton und ist eine nette Geste, über welche sich Ihre Gäste garantiert freuen. Wem nicht danach ist, Karten zu schreiben, kann auch eine allgemeine Dankesannonce aufgeben, welche meist jedoch kostspieliger und weniger persönlich ist.

 

 

Ihre Hochzeit, Ihre Regeln!

 

Für Ihre Hochzeit gilt: Sie stehen als Paar im Mittelpunkt und haben ein Recht auf die Umsetzung Ihrer persönlichen Wünsche und Vorstellungen. Nehmen Sie dennoch Rücksicht auf die Gefühle anderer und versuchen Sie, im Zweifelsfall einen Kompromiss zu finden, mit welchem alle Beteiligten glücklich sind und an Ihrem großen Tag ausgelassen und harmonisch feiern können. Treffen Sie Entscheidungen, welche  mit Ihrem eigenen Gewissen vereinbar sind und freuen Sie sich somit unbeschwert auf Ihre Hochzeit.

 

Fotos:

Chuttersnap Photography

Justin Clark

Joanna Kosinska

Genessa Panainte

Sweet Ice Cream Photography

Andreas Rønningen

Enis Yavuz

 

 

 

 

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